Haarbürsten – Fragen und Antworten

Sie sind täglich im Einsatz und erledigen oft einen harten Job, trotzdem behandeln wir sie eher stiefmütterlich. Wenn wir eine brauchen, dann kaufen wir halt eine – und die sollte möglichst nicht zu teuer sein. Warum es sich aber in jeder Hinsicht lohnt, der Haarbürste mehr Beachtung zu schenken, erfährst du in unserem nützlichen FAQ.

Welcher Haartyp bin ich?

Bevor du einen Kamm oder eine Haarbürste kaufst, solltest du eine wichtige Frage für dich beantworten: Wie sind meine Haare eigentlich beschaffen? Denn das spielt bei der Kaufentscheidung eine wichtige Rolle. Grundsätzlich unterscheidest du zwischen

  • feinem Haar
  • normalem Haar
  • dickem Haar

Darüber hinaus gibt es auch hinsichtlich der Haarstruktur einige wesentliche Unterschiede. Du hast nämlich unter Umständen

  • glatte Haare
  • lockige Haare
  • gekräuselte Haare
  • trockene Haare
  • fettige Haare

Es gibt zwar eine Reihe von Mischformen, in der Regel sind die einzelnen Haartypen jedoch anhand dieser Merkmale gut auseinander zu halten.

Warum ist es so wichtig, Kämme und Bürsten zu benutzen?

Eines haben sie alle gemeinsam: Haare wollen gebürstet werden. Die uralte Faustregel von den 100 Bürstenstrichen am Tag hat bis heute nichts von ihrer Gültigkeit verloren. Grund dafür ist das Haarfett (Sebum), das die Talgdrüse jedes einzelnen Haares produziert. Dieser Talg überzieht das Haar mit einer feinen Schicht, die es gegen äussere Einflüsse schützt und vor dem Austrocknen bewahrt. Das Haarfett muss bis in die Haarspitzen verteilt werden, wo es meistens am dringendsten gebraucht wird. Kamm und Bürste sind dabei unsere wichtigsten Hilfsmittel.

Wildschweinborsten, Ziegenhaar & Co. – Wodurch unterscheiden sich die Haarbürsten?

Den wesentlichen Unterschied zwischen den Haarbürsten machen die Länge und das Material der Borsten aus. Am häufigsten werden dafür Rohmaterialien wie Wildschwein- oder Ziegenborsten, Holz, Kunststoffe oder Metall verwendet. Hier hängt die Kaufentscheidung sehr stark davon ab, wie dein Haar beschaffen ist und wofür du Kamm oder Bürste nutzen willst. In letzter Zeit sind Haarbürsten mit Wildschweinborsten wieder stark im Kommen. Naturborsten haben ebenso wie Holz den Vorteil, dass sie den Haartalg gut aufnehmen und beim Kämmen wieder ans Haar abgeben können. Kunststoff-Bürsten sind dagegen eher als Partner für das Styling geeignet.

Tangle Teezer, Pin oder Holzstift – welche ist die Richtige für mich?

Im Zuge der Nachhaltigkeit sind natürliche Materialien heute gefragt wie nie. Sie zeichnen sich vor allem auch durch ihre Langlebigkeit aus. Bürsten mit Wildschweinborsten sind sehr vorteilhaft für mittellanges bis langes Haar – es gibt sie im Fachhandel auch mit verschieden langen Borsten. Ziegenhaar-Bürsten eignen sich besonders für Babys, Kleinkinder und Kurzhaarige. Ihre Borsten kämmen und pflegen am behutsamsten. Tangle Teezer gelten als der letzte Schrei zum Bändigen von widerspenstigen Mähnen und starken Naturlocken. Dafür sorgt eine Kombination aus unterschiedlich langen Borsten. Metall-, Kunststoff- und Holzborsten sind oft mit abgerundeten Pins ausgestattet. Damit werden die kleinen, kugelförmigen Ansätze an den Borstenenden bezeichnet. Sie massieren sanft die Kopfhaut und verhindern, dass diese unnötig gereizt wird.

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Kamm oder Bürste – wie setze ich welches Modell ein?

Vieles erklärt sich schon aufgrund der Form. Wenn du deine Frisur gerne aufwendig stylst, wirst du sicher eine Bürste wählen, deren Griff gut in der Hand liegt. Kämme sind vor allem praktisch, wenn es ums Entwirren der Haare nach dem Waschen geht. Wer gerne modische Haarschnitte trägt, wird diese am liebsten mit einem Kamm in Form bringen. Eine Bürste würde die Haarpracht eher platt drücken. Umgekehrt funktioniert es genauso – etwa mit einer Paddle Brush. Das ist eine sehr grossflächige Bürste mit vielen, eng liegenden Borsten. Sie ist ideal, um halblanges oder langes Haar zu glätten und ihm so das perfekte Finish zu verleihen.

Wie bekomme ich Fülle und Volumen in meine Haare?

Für ein ausgiebiges Styling solltest du deine Haare unbedingt zu ungefähr drei Vierteln trocken föhnen. Dann kommt natürlich die altbewährte Rundbürste ins Spiel. Die Haare werden vom Ansatz her aufgerollt und mit nicht zu nahe gehaltenem Föhn getrocknet – am besten in kleinen Partien. Grosse Rundbürsten schaffen viel Volumen, während schmalere eher für schöne Definitionen zuständig sind. Skelettbürsten sind wie geschaffen, um die Haare in Form zu bringen und ihnen Volumen zu verleihen. Ihre Zinken liegen dazu weiter auseinander als die normaler Haarbürsten. Aber Vorsicht – kämmen solltest du deine Haare damit lieber nicht. Diese Bürsten zerren zu sehr an den Haaren, überdies können sie sich leicht darin verheddern.

Wie kann ich meine Bürsten und Kämme am besten reinigen und pflegen?

Es lohnt sich ohne Frage, in eine hochwertige Bürste oder einen edlen Kamm zu investieren. In Verbindung mit der richtigen Pflege erweisen sie dir dafür lange treue Dienste. Etwa alle zwei bis vier Wochen entfernst du die Haare aus der Bürste. Anschliessend wäschst du sie mit etwas Shampoo und Wasser aus und lässt sie an der Luft trocknen. Haarbürsten und Kämme aus unbehandeltem Holz freuen sich, wenn du sie von Zeit zu Zeit mit ein paar Tropfen Leinöl oder einer Holzpflege auf Naturbasis einreibst.

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