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Dreadlocks – Fragen und Antworten rund um die Filzlocken

Dreadlocks – Fragen und Antworten rund um die Filzlocken

Die Geschichte hinter dem Namen "Dreadlocks" ist bis heute nicht genau geklärt. Einige Historiker behaupten, dass diese Bezeichnung auf die Angst britischer Soldaten vor den feindlichen Kämpfern während des Mau-Mau-Krieges hindeutet – „Dread“ bedeutet übersetzt „Furcht“. Damals hatten nahezu alle Krieger der Mau-Mau-Stämme Frisuren, die den heutigen Dreadlocks sehr ähnlich sind. Eine andere Erklärung bieten die jamaikanischen „Rastafari“, welche ebenfalls als Träger von Dreadlocks bekannt sind. Diese bezeichnen sich selbst als die "Angsteinflössenden in den Herzen der Ungläubigen". Praktische Fragen zu den Locken erhältst du im Folgenden.

Was stellen Dreadlocks kulturell dar?

Unter „Dreadlocks“ werden Strähnen verfilzter Kopfhaare verstanden. Im deutschen Sprachraum sind sie auch unter dem Namen „Rastalocken“ bekannt. Um den speziellen Look von Dreadlocks zu erreichen, werden die Kopfhaare in den meisten Fällen per Hand verfilzt. Weiterhin existieren auch künstlich hergestellte Dreadlocks. Diese werden normalerweise vollständig aus Wolle gewonnen. Es gibt ausserdem viele Hippies und „Dread-Heads“, also Dreadlocks-Träger, die ihre Haare zusätzlich mit Extras wie Perlen versehen. In einigen Ländern weisen Dreadlocks auch auf eine wichtige kulturelle Bedeutung oder eine spirituelle Anschauung hin. In den USA und Europa dagegen ist das Tragen von Dreadlocks eine beliebte modische Erscheinung. Besonders in der Nu-Metal- und Alternative-Rock Szene sind Dreadlocks weit verbreitet.

Woher stammen Dreadlocks?

Die ersten bekannten Beispiele dieser Art von Frisur kennen wir aus dem alten Ägypten, wo Dreadlocks auf ägyptischen Artefakten gefunden wurden. Aus archäologischen Stätten konnten sogar mumifizierte Überreste von alten Ägyptern mit Dreadlocks geborgen werden. Ein weiterer Verweis auf die Herkunft der Dreadlocks findet sich in römischen Berichten, in denen Kelten als „schlangen-haarartige“ germanische Stämme bezeichnet werden. Doch auch Griechen und Wikinger sollen Dreadlocks getragen haben, sodass die genaue Herkunft bis heute umstritten bleibt.

Wer ausser den Hippies machte die Dreadlocks noch bekannt?

In modernen Zeiten wurde die Frisur vor allem durch den weltweiten Erfolg des Reggae-Künstlers Bob Marley bekannt. Später machten dann die Hippies der frühen 1970er Jahre die breite Masse auf die sogenannten „Dreadis“ aufmerksam. Von diesem Zeitpunkt an wurden Dreadlocks immer beliebter. Heute verweisen sie auf den kulturellen Einfluss der Hippies auf die gegenwärtige Mode und sind ein fester Bestandteil der Mainstream-Kultur. In anderen Ländern, etwa in Jamaika, werden sie immer noch als Ausdruck einer tiefen kulturellen Überzeugung und ethnischen Stolzes verstanden.

Wann wachsen meine Dreadis aus?

Je nach Haartyp unterscheiden sich die Zeiträume, die du für Dreadlocks benötigst, deutlich voneinander. Bei dichtem, grobem und lockigem Haar können sie bereits innerhalb von sechs bis zwölf Monaten reifen. Auf der anderen Seite gibt es dünnere Haare, bei denen der Vorgang länger dauert. Dabei ist es gleich, ob die Haare glatt oder lockig sind. Männer und Frauen mit diesem Haartyp können damit rechnen, dass der Reifungsprozess ihrer Dreadlocks ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen wird. Natürlich handelt es sich hierbei um eine Verallgemeinerung, da beim Wachstum mehrere Einflussfaktoren zu beachten sind.

Warum wachsen Dreadlocks in der Sonne so schnell?

Ein häufiges Thema im Zusammenhang mit dem „Dreadlocks-Look“ stellt die Behauptung dar, dass Dreadlocks schneller als normale Haare wachsen. An Rassismus grenzt die Aussage, dass die Sonne mit dem Wachstum zu tun habe – verweist sie doch in erster Linie auf den Umstand, dass viele Rastafarier Nachfahren afrikanischer Sklaven sind. In Wirklichkeit handelt es sich hierbei natürlich um einen Mythos. Denn aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keinen Grund, warum Dreadlocks schneller wachsen sollten als anderen Formen von Haar. Was in das Wachstum hineinspielt, ist hingegen die Tatsache, dass die Haartextur unabhängig von der Haarlänge eines jeden Menschen einzigartig ist. Im Endeffekt bedeutet es: Dreadlocks wachsen im Allgemeinen genauso schnell wie alle anderen Haartypen.

Wie oft sollte ich meine Dreadis waschen?

Je nach Haartyp variieren Dreadlocks in der Regel stark in Grösse, Breite, Form, Länge und Textur. Doch unabhängig davon muss sich grundsätzlich jeder Dread-Head auf eine regelmässige und gründliche Haarpflege einstellen.

  • Als Erstes solltest du beachten, dass sich alle Dreadlocks leicht und schnell verfilzen. Aus diesem Grund musst du die einzelnen Haarsträhnen von Zeit zu Zeit auseinanderziehen. Nur so kannst du die Entstehung von grossen Klumpen verhindern und deine Dreadis gepflegt halten.
  • Das regelmässige Waschen ist ebenfalls für ein gepflegtes Erscheinungsbild der Dreadlocks unverzichtbar. Öliges und schmutziges Haar gleitet aneinander vorbei und ist nicht in der Lage, Knoten zu bilden.
  • Eine Wasserlösung mit Meersalz und ätherischen Ölen kann die Lösung sein. Da diese Methode nicht nur für eine gründliche Reinigung sorgt, sondern zusätzlich auch den „Mattierungsprozess“ beschleunigt, hat sie sich bei vielen Dreadlocks-Trägern bewährt.

Welche Art von Dreadlocks passen zu mir?

Bei Dreadlocks unterscheidet man zwischen verschiedenen Varianten. Die bekannteste Form davon stellen die klassischen Dreadlocks dar, die früher sowohl von Hippies, dabei von Männern wie Frauen, als auch von Anhängern der „Rastafari-Bewegung“ getragen wurden. Das Erscheinungsbild dieser sogenannten „Classic Dreadlocks“ zeichnet sich durch seine Dicke aus. Von Vorteil ist weiterhin die Tatsache, dass sie keinerlei zusätzlichen Schnickschnack brauchen und sich leicht waschen lassen. Dank ihrer besonderen Struktur bist du als Träger von klassischen Dreadis weiterhin gegen Regen und Sonne gut gewappnet. In diesem Zusammenhang profitiert auch die Kopfhaut von den klassischen Dreadlocks. Ausserdem kannst du sie je nach Wunsch leicht mithilfe verschiedener Verzierungen, Sprays und Accessoires aufwerten. Aufgrund ihrer Flexibilität, dem Schutz, den sie vor Sonneneinstrahlung bieten und der leichten Haltung beim Waschen eignet sich die klassische Variante besonders gut für Anfänger.

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