Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Coiffeure in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Läuse im Haar: Die wichtigsten Infos im Überblick

Läuse im Haar: Die wichtigsten Infos im Überblick

Sie sind klein und lästig und schon der Gedanke an sie löst einen beharrlichen Juckreiz aus: Kopfläuse. Die Krabbler leben nur rund einen Monat lang, saugen aber während der Zeit Blut und stechen alle paar Stunden zu. Es sind vor allem Kindergarten- und Schulkinder, die Läuse im Haar haben. Der Befall lässt sich weder auf das soziale Umfeld noch auf eine mangelhafte Hygiene zurückführen – Läuse unterscheiden hier nicht. Für sie ist jeder Mensch ein Wirt, unabhängig davon, ob er eine saubere oder eine schmutzige Wohnung hat. Um die Plagegeister loszuwerden, reicht eine sachgerechte Behandlung aus.

Welche Anzeichen weisen auf einen Kopflausbefall hin?

Kopfläuse sind Blutsauger. Stechen sie zu, sondern sie Speichel ab. Dieser verhindert, dass das Blut gerinnt – und verursacht auf der empfindlichen Kopfhaut einen heftigen Juckreiz. Er gilt als das deutlichste Anzeichen für einen Befall, tritt aber nicht bei jedem Betroffenen auf. Da die Sensibilität der Kopfhaut mit der Dauer der Erkrankung zunimmt, verlaufen die ersten Tage und Wochen bei einem Erstbefall oftmals vollkommen symptomfrei. Bei wiederholtem Befall zeigt sich der Juckreiz dann deutlich schneller. Rötungen und Schwellungen können ebenfalls auf einen Kopflausbefall hinweisen. Das sogenannte Läuseekzem tritt auf, wenn häufiges Kratzen zur Bildung von Wunden führt, in denen sich Bakterien, Pilze oder Viren ansiedeln. Dass die Läuse selbst ins Auge fallen, kommt eher selten vor: Sie sind sehr klein und können sich gut verstecken. Eine gründliche Kontrolle ist daher schon dann angezeigt, wenn sich dein Kind auffallend häufig am Kopf kratzt. Ist eine Person im engeren Umfeld befallen, solltest du den Haarschopf aller Familienmitglieder unter die Lupe nehmen. Bei der Suche nach Spuren hilft dir ein Nissenkamm:

  • Wasche zuerst die Haare mit Shampoo.
  • Kämme dann Strähne für Strähne durch
  • Untersuche den Kamm nach jedem Strich.

Einfacher wird es, wenn du die Zinken an einem weissen Handtuch oder Küchentuch abstreifst. Vor dem hellen Hintergrund sind Läuse besser zu erkennen.

Welche Entwicklungsstadien durchläuft eine Laus?

Die Kopflaus ist ein etwa drei Millimeter langer, sechsbeiniger Parasit mit durchsichtigem Chitinpanzer. Die Weibchen legen im Laufe ihres mehrwöchigen Lebens zwischen 140 und 300 Eier. Die auch als Nissen bezeichneten Eier sind nicht mal einen Millimeter gross und sitzen bombenfest im Haar. Sie lassen sich weder auskämmen noch auswaschen – und unterscheiden sich damit wesentlich von Schuppen. Nach sieben bis zehn Tagen schlüpft der Läusenachwuchs. Die sogenannten Nymphen hinterlassen weisslich schimmernde Eihüllen und wachsen innerhalb von acht bis zehn Tagen zu erwachsenen, geschlechtsreifen Kopfläusen heran.

Wie kommt es zum Befall?

Kopfläuse können weder fliegen noch springen oder schwimmen. Wollen sie den Wirt wechseln, müssen sie krabbeln. Und zwar direkt von einem Körper zum nächsten. Wer die Köpfe nicht nur sprichwörtlich zusammensteckt, macht es ihnen besonders leicht. Das ist auch der Grund dafür, dass vor allem Kindergarten- und Schulkinder betroffen sind. Der enge Kontakt mit Spielkameraden ermöglicht den Parasiten einen schnellen Wechsel. Innerhalb von Familien ist die Ansteckungsgefahr ebenfalls gross. Eine indirekte Übertragung ist nahezu ausgeschlossen: In der Aussenwelt können die Krabbeltiere nicht überleben.

Was hilft gegen Läuse im Haar?

Kopfläusen kannst du mit verschiedenen Mitteln zu Leibe rücken. Die einfachste Beseitigungsmethode ist die mechanische Behandlung: Hier kämmst du die Läuse und Nissen mit einem engzinkigen Läusekamm aus. Diese Prozedur wiederholst du vier Wochen lang mindestens zwei Mal wöchentlich. Im Rahmen einer physikalischen Therapie kommen Silikonöle (Dimethicone) zum Einsatz. Sie sind frei von Nervengiften und dringen tief in die an den Körperseiten gelegenen Atemöffnungen der Parasiten ein. Die Laus erstickt. Die chemische Behandlung von Kopfläusen wiederum setzt auf Insektizide wie Allethrin, Permethrin und Pyrethrum. Sie greifen das Nervensystem der kleinen Plagegeister an und führen so zum Tod. Vor dem Hintergrund der verschiedenen Entwicklungsstadien der Läuse empfiehlt es sich, die Behandlung mit physikalischen oder chemischen Mitteln nach acht bis zehn Tagen zu wiederholen.

Sind Kopfläuse gefährlich?

Hast du Läuse im Haar, ist das lästig und unangenehm. Aus medizinischer Sicht ist der Kopflausbefall allerdings harmlos: Die kleinen Krabbeltiere übertragen keine gefährlichen Krankheiten. Entstehen durch wiederholtes Kratzen kleine Hautwunden, können allerdings Bakterien eindringen. Dieses Risiko besteht vor allem dann, wenn der Befall länger andauert. Entzündungen und Schwellungen sind Anzeichen einer Infektion. Entdeckst du eine Veränderung an deinen Lymphknoten, solltest du zum Arzt gehen.

Wie lange überleben Kopfläuse in der Aussenwelt?

Läuse fühlen sich auf dem menschlichen Kopf sehr wohl. Mit ihrem Körper und ihrer Lebensweise sind sie optimal an die dort vorherrschenden Bedingungen angepasst. Ein Parasit, der sich aus seiner behaarten Umgebung wagt, stirbt nach etwa zwei bis drei Tagen in der Aussenwelt. Die exakte Überlebensdauer hängt von der Luftfeuchtigkeit und der Umgebungstemperatur ab. Die Unfähigkeit der Kopfläuse, ohne den Körper eines Menschen zu überleben, hat einen grossen Vorteil: Es gibt keine Nester in Kleidungsstücken, Kissen oder Plüschtieren. Eine Reinigung der Umgebung ist daher nicht erforderlich.

Wann darf mein Kind wieder zur Schule gehen?

In den Schweizer Kantonen gibt es keine Meldepflicht für einen Kopflausbefall: Die Gemeinden entscheiden selbst, wie sie damit umgehen. Wann dein Kind wieder in den Kindergarten oder in die Schule darf, hängt von den individuellen Vorgaben der jeweiligen Einrichtung ab. Grundsätzlich ist der Besuch der Schule oder des Kindergartens direkt im Anschluss an die erste Behandlung möglich. Manche Institutionen fordern ein Attest vom Arzt oder machen die Rückkehr von einer Bestätigung der Behandlung mit einem wirksamen Läusemittel abhängig.

hyaluronsäre?

Der Coiffeurvergleich für die Schweiz. Finde die besten Coiffeure in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Haarbürsten – Fragen und Antworten

Sie sind täglich im Einsatz und erledigen oft einen harten Job, trotzdem behandeln wir sie eher stiefmütterlich. Wenn wir eine brauchen, dann kaufen wir halt eine – und die sollte möglichst nicht zu teuer sein. Warum es sich aber in jeder Hinsicht lohnt, der Haarbürste mehr Beachtung zu schenken, erfährst du in unserem nützlichen FAQ.

Haaröl – clevere und vielseitige Ergänzung zur klassischen Haarpflege

Öl in die Haare geben, um sie gesund zu pflegen – das ist eine jahrhundertalte Tradition, die heute neu entdeckt wird. Haaröle erleben einen echten Boom und das mit gutem Grund: Sie verleihen dem Haar frischen Glanz und Geschmeidigkeit, basieren auf hochwertigen Naturstoffen und sind unkompliziert in der Anwendung. Richtig dosiert, nähren sie gestresstes Haar optimal und reparieren sogar angegriffene Strukturen der Schuppenschicht. Durch das Stylen mit Haaröl können Locken ausserdem spielerisch definiert werden; sogar krauses Haar verliert seinen unerwünschten Stroheffekt. Ein weiteres Plus sind der verführerische, natürliche Duft und die hohe Ergiebigkeit – erfahre alles Wichtige zum Thema hier.

Hairspray – variabler Halt für das Haar

Mit dem richtigen Styling gelingt jede Frisur nach Wunsch. Das Fixieren der Haare ermöglicht ein hochwertiges Hairspray, wobei du zwischen verschiedenen Fixierstufen auswählen kannst. Dadurch wird ein fester oder flexibler Halt des Haares gewährleistet, ohne dass dieses beschwert oder verklebt. Das Haargefühl bleibt natürlich, während das Glanzmittel gleichzeitig auch Pflege und Schutz bietet. Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema geben wir dir hier.

Eingewachsenes Haar entdeckt – was tun?

Ein eingewachsenes Haar kann zu Beschwerden führen. Vor allem im Intimbereich und im Gesicht ist es besonders unangenehm. Warum Haare einwachsen und dann zu Problemen führen, hat dabei ganz unterschiedliche Gründe. Du kannst mit deinem Haarpflege- und Rasurverhalten in jedem Fall dazu beitragen, dass es seltener zu diesem Problem kommt. Sollte doch mal ein Haar eingewachsen sein, ist dies in der Regel nur lästig, aber nicht weiter gefährlich. Oftmals kannst du selber das Haar entfernen beziehungsweise freilegen, wenn sich noch keine nennenswerte Entzündung gebildet hat. Lies hier mehr zum Thema.

Juckende Kopfhaut: So kommt man den Ursachen auf die Spur und sorgt für Linderung der Symptome

Fast jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens irgendwann damit zu tun: Die Kopfhaut juckt und man verspürt das ständige Bedürfnis, sich in den Haaren zu kratzen. Gereizte Kopfhaut belastet das Wohlbefinden enorm, doch meistens stecken harmlose Ursachen dahinter, die mit der richtigen Pflege, Entspannung oder Ernährungsumstellung problemlos in den Griff zu bekommen sind. Manchmal verbirgt sich aber auch eine Hautkrankheit wie Neurodermitis oder ein Pilzbefall hinter dem Jucken – beides sollte dringend ärztlich behandelt werden. Ebenso können Läuse der Grund des lästigen Juckreizes sein. Wenn die Symptome immer wieder auftreten, sollten sie also unbedingt ernstgenommen werden.

Rote Haare – die besten Tipps für Färbung und Pflege

Rote Haare sind schon immer etwas Besonderes gewesen. Ob auf dem Laufsteg, in den Modemagazinen oder in deiner Stadt: Eine rothaarige Schönheit zieht alle Blicke auf sich. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Farbe echt ist oder vom Friseur eingebracht wurde. Die Bandbreite strahlender Farben reicht von hellem Kupfer bis zum tiefen Rot-Violett. Hier erfährst du, warum rote Haare bei Frauen so beliebt sind und worauf du bei der Färbung und Pflege achten solltest.