Keratin-Behandlung: Alles rund um den Haarpflege-Trend für glatte Haare

Krauses Haar und wilde Locken stellen viele Frauen täglich vor neue Herausforderungen. Die Keratin-Behandlung, die ursprünglich aus Brasilien stammt, findet inzwischen auch in den Salons der Schweiz immer mehr Anhänger. Alles über Keratin, glatte Haare und Antworten auf die wichtigsten Fragen, die du dir zu dem Thema stellst, findest du hier.

Was ist Keratin?

Keratin ist ein Protein, welches vom menschlichen Körper gebildet wird. Es ist ein Hauptbestandteil von Haaren, Haut und Nägeln. Wie alle Proteine besteht auch das Keratin aus verschiedenen Aminosäuren. Das Protein hat je nach Funktion eine andere Struktur und Festigkeit. In den Haaren muss es eine faserige Struktur haben und ummantelt die Haaroberfläche. Es schützt die Haare vor schädlichen äusseren Einflüssen und vor Austrocknung. Das Keratin funktioniert wie ein Gerüst und gibt dem Haar seine Struktur. Doch Haarefärben und andere Behandlungen sorgen für Risse und Beschädigungen in der Keratinschicht. Infolgedessen wirken die Haare spröde, glanzlos und struppig. Haarpflegeprodukte wie Kerasilk oder Agave Treatments sollen die geschädigte Haarstruktur wieder reparieren. Der Agaven-Fruchtzucker versorgt das Haar mit Feuchtigkeit und wirkt pflegend. Im Salon werden häufig Kombinationen aus beiden Produkten genutzt.

Wie funktioniert eine Keratin-Behandlung?

Die Behandlung läuft in drei Schritten ab:

  1. Zunächst müssen die Haare von allen Rückständen gereinigt werden, damit sie aufnahmefähig sind für das Keratin, welches in die Haare eingearbeitet werden soll. Hierzu verwendet der Coiffeur bereits spezielle Keratin Shampoos.
  2. Im nächsten Schritt wird das Keratin aufgetragen und gründlich einmassiert. Nach etwa 20 Minuten werden die Reste des Keratins ausgewaschen.
  3. Schliesslich folgt der letzte und aufwendigste Schritt. Die Haare werden geföhnt und anschliessend in kleine Strähnen unterteilt und mit dem Glätteisen weiter bearbeitet. Damit das Keratin tief in die Haarstruktur eindringen kann wird jede Strähne 10 bis 15-mal bei hohen Temperaturen geglättet – dadurch wird die Behandlung sehr zeitintensiv. In diesem Prozess wird das künstlich eingeführte Keratin in Form gebracht. Das häufige durchziehen mit dem Glätteisen soll die Locken glatt ziehen.

Wie lange hält die Glättung?

Das Ergebnis der Behandlung hält im Durchschnitt 12 bis 16 Wochen an, denn das Keratin wäscht sich nach und nach heraus. Der Übergang von glatten Haaren zur ursprünglichen Haarstruktur ist daher fliessend. Du kannst die Glättung möglichst lange erhalten, indem du auf sanfte Shampoos ohne Natriumsulfate zurückgreifst. Dein Coiffeur kann dir entsprechende Produkte empfehlen, die speziell für die Pflege von Haaren, die mit Keratin behandelt wurden, gedacht sind. Für ein besseres und länger anhaltendes Ergebnis solltest du darauf achten, dass die Haare in den ersten 48 Stunden nicht nass werden. Das heisst auch, die ersten zwei Tage möglichst auf das Haarewaschen zu verzichten. Schwimmen im Schwimmbad oder Meer solltest du frühestens nach einer Woche. Kurz nach der Glättung solltest du ausserdem dein Haar möglichst nicht zubinden.

Für wen ist eine Keratin-Behandlung sinnvoll?

Generell kann jeder eine Keratin-Behandlung machen lassen. Anders als die chemische Glättung greift es die Haare nicht an. Keratin hat sogar eine pflegende Wirkung und kann strapaziertem und stumpf gewordenem Haar wieder zu neuem Glanz verhelfen. Denn Keratin ist der organische Hauptbestandteil der Haare. Durch die Behandlung wird das geschädigte Haar wieder mit neuem Keratin versorgt und es sieht gesünder aus. Somit ist es nicht nur eine gute Anwendung für Personen, die ihre Locken ganz loswerden wollen.

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Wo kann ich eine Keratin-Behandlung machen lassen?

Eine Keratin-Behandlung kann je nach Länge und Stärke der Locken drei bis vier Stunden oder auch mehr dauern. Besonders der letzte Schritt der Glättung muss sehr gewissenhaft durchgeführt werden, um ein perfektes und langanhaltendes Ergebnis zu erzielen. Es empfiehlt sich daher, die Behandlung in die Hände eines erfahrenen Coiffeurs zu geben. Viele Salons in der Schweiz bieten die Keratin-Behandlung inzwischen an. Produkte für den Gebrauch zu Hause sind inzwischen auch im Coiffeurbedarf und anderen Onlineshops erhältlich. Da die Anwendung jedoch sehr zeitaufwendig und für eine Person allein schwierig werden kann, solltest du dir jemanden zur Unterstützung holen.

Wie gefährlich ist die Keratin-Behandlung?

Produkte zur dauerhaften Glättung der Haare enthielten früher häufig Formaldehyd in höherer Konzentration. Das Formaldehyd sollte dabei helfen, die Disulfatbrücken im Haar aufzulösen, damit das Keratin besser in die Haarstruktur eindringen kann. Doch im letzten Schritt der Keratin-Behandlung werden die Haare mit dem Glätteisen bei sehr hohen Temperaturen beeinflusst. Dabei entstanden Dämpfe, die stark krebserregend sind. Heute stellt das jedoch in der Schweiz ebenso wie in anderen Ländern Europas kein Problem mehr dar. Denn die hier zulässigen Produkte dürfen den Höchstwert von 0,2 Prozent Formaldehyd nicht überschreiten. Dieser Wert wird selbst bei häufiger Anwendung als unbedenklich eingestuft. Produkte, die beispielsweise in den USA und anderen Ländern genutzt werden, unterliegen hingegen solchen Richtlinien nicht. Die grösste Gefahr besteht dabei allerdings für die Coiffeure im Salon, denn sie sind weit häufiger und länger den giftigen Formaldehyd-Dämpfen ausgesetzt.

Sollte ich die Haare am besten vor oder nach der Glättung färben?

Falls du planst, deine Haarfarbe zu verändern, dann solltest du dies idealerweise vor der Keratin-Behandlung machen. Das hat gleich mehrere Vorteile. Da das Keratin deine Haare leuchtender macht und ihm Glanz verleiht, wirkt das Farbergebnis noch schöner. In dem Fall solltest du einen Farbton wählen, der etwa einen halben Ton dunkler ist als das angestrebte Ergebnis. Durch das Färben vor der Behandlung kannst du ausserdem einen unnötigen Verlust von Keratin vermeiden. Wenn du deine Haare danach färben willst, solltest du mindestens zwei Wochen warten.

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