Mesotherapie für die Haare: Anwendungsgebiete, Ablauf und viele weitere Infos

Mit einer Mesotherapie für die Haare kannst du gegen schütteres Haar ebenso vorgehen wie gegen Haarverlust. Es handelt sich um eine sehr schonende Methode, bei der im Gegensatz zur Haartransplantation keine Haare verpflanzt werden. Was es mit einer Mesotherapie konkret auf sich hat und wie die Behandlung abläuft, kannst du hier nachlesen. Ausserdem erfährst du, ob die Methode für Frauen ebenso gut geeignet ist wie für Männer und wie viele Sitzungen erforderlich sind, bis erste Erfolge sichtbar werden.

Was ist eine Mesotherapie für die Haare?

Die Mesotherapie vereint Elemente aus der Akupunktur und der Neuraltherapie. Sie kann bereits vorhandenen Haarausfall verlangsamen und einem erneuten Haarverlust vorbeugen. Sofern noch ausreichend Haarwurzeln vorhanden sind, kannst du deine Kopfhaut mithilfe der Mesotherapie zudem zu neuem Haarwachstum anregen. In diesem Punkt unterscheidet sich diese Therapieform von der Haartransplantation, bei der zunächst eine Haarentfernung erforderlich ist. Die entfernten Haare werden samt Wurzeln in die kahlen Stellen auf der Kopfhaut eingepflanzt. Die Mesotherapie stellt hingegen die aktuell einzige Methode dar, die das Haarwachstum aus der Tiefe heraus fördert. Studien haben gezeigt, dass bereits ab der dritten Sitzung eine Verringerung des Haarausfalls möglich ist. Bis neues Haar nachwächst, vergehen in der Regel zwei bis drei Monate. Dabei gilt: Je früher du die Behandlung beginnst, umso überzeugender sind meist auch die Ergebnisse.

Wie läuft eine Mesotherapie für die Haare konkret ab?

Bei der Mesotherapie injiziert der Therapeut einen Wirkstoffcocktail direkt in die Kopfhaut. Dazu benutzt er entweder sehr feine Nadeln oder eine spezielle Spritzenpistole, die optisch einer Tätowiernadel ähnelt. Die dabei entstehenden Schmerzen sind minimal. Da die verwendeten Dosierungen ausgesprochen gering sind und die Wirkstoffe nicht in den Blutkreislauf gelangen, musst du bei der Mesotherapie zudem kaum Risiken oder Nebenwirkungen befürchten. Über sogenannte Diffusionsprozesse verteilen sich die Wirkstoffe über die gesamte Kopfhaut, wo sie die Haarfollikel stimulieren, ihre Vitalstoffzufuhr verbessern und die Blutzirkulation anregen. In der Regel erfolgen die Injektionen direkt an den lichten Stellen. Der Therapeut kann die Wirkstoffe jedoch auch tiefer in das Bindegewebe einbringen, wo sie Langzeitdepots bilden und die Kopfhaut über einen längeren Zeitraum kontinuierlich regenerieren.

Welche Wirkstoffe werden bei einer Mesotherapie in die Kopfhaut injiziert?

Welche Wirkstoffe im Zuge der Mesotherapie in die Kopfhaut gespritzt werden, hängt von der Beschaffenheit deiner Kopfhaut und deiner Haare ab. Ein erfahrener Therapeut wird sich deine Kopfhaut daher genau ansehen und gegebenenfalls eine Haaranalyse durchführen, um eine optimale Wirkung zu erzielen. Folgende Wirkstoffe kommen für eine Mesotherapie infrage:

  • Dexpanthenol
  • Biotin
  • Pflanzenextrakte
  • Vitamine
  • Wirkstoffe aus der klassischen Medizin

Hast du neben dem Haarverlust weitere Probleme mit der Kopfhaut, zum Beispiel starke Schuppenbildung oder Juckreiz, kann der Therapeut dir auch in diesen Bereichen mit geeigneten Wirkstoffen Linderung verschaffen.

Bei welcher Form von Haarverlust ist eine Mesotherapie nicht zu empfehlen?

Eine Mesotherapie ist nicht für alle Formen des Haarausfalls geeignet. Je nachdem, wo die Ursachen für deinen Haarverlust liegen, solltest du andere Therapieformen in Betracht ziehen und gegebenenfalls mit einem Arzt sprechen. Auch dann, wenn du seit vielen Jahren eine Glatze hast, ist eine Mesotherapie eher nicht empfehlenswert. Gleiches gilt bei Alopezia areata – einer entzündlichen Form des Haarausfalls, deren Ursachen noch nicht vollständig geklärt sind. Wenn du unsicher bist, ob eine Mesotherapie für dich infrage kommt, informiere dich bei einem erfahrenen Experten oder spricht mit deinem Dermatologen.

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Eignet sich eine Mesotherapie für Männer und Frauen gleichermassen?

Eine Mesotherapie eignet sich für Männer und Frauen gleichermassen – das Geschlecht ist also zweitrangig. Stattdessen kommt es darauf an, wodurch der Haarverlust verursacht wurde und gegebenenfalls auch darauf, wie lange du bereits unter diesem Problem leidest. Denn: Die Erfolgsaussichten hängen in hohem Masse davon ab, ob sich in deiner Kopfhaut noch ausreichend intakte Haarwurzeln befinden oder nicht. Bei einer länger bestehenden Glatze ist dies in der Regel nicht der Fall.

Wie unterscheidet sich eine Mesotherapie von einer Haartransplantation?

Bei einer Haartransplantation entnimmt der behandelte Arzt oder Therapeut Eigenhaar, um dieses anschliessend in die kahlen Bereiche der Kopfhaut zu verpflanzen. Dieser minimalinvasive Eingriff besteht also aus zwei Schritten: der Haarentfernung mitsamt der Wurzeln und der eigentlichen Haartransplantation. Bei der Mesotherapie wird deine Kopfhaut hingegen mit speziellen Wirkstoffen versorgt, die die noch vorhandenen Haarwurzeln zum Wachstum anregen sollen.

Wer bietet Mesotherapien an und wie viele Behandlungen sind erforderlich?

Eine Mesotherapie kannst du bei folgenden Spezialisten durchführen lassen:

  • bei einem Friseur mit mesotherapeutischer Zusatzausbildung
  • bei einem entsprechend geschulten Heilpraktiker
  • bei einem Arzt mit Zusatzausbildung

In der Regel sind sechs Behandlungen in wöchentlichem Abstand erforderlich, um zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen. Danach sind mehrere Aufbausitzungen empfehlenswert. Diese finden zuerst monatlich, dann einmal pro Quartal statt. Wie viele Behandlungen du insgesamt durchführen lassen solltest, hängt von der Ursache deines Haarausfalls und letztlich auch von der Beschaffenheit deiner Kopfhaut ab.

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