Haare färben: Die besten Tipps für ein Ergebnis wie beim Coiffeur

Dir steht der Sinn nach einer neuen Haarfarbe? Im Drogeriemarkt gibt es unzählige Produkte, mit denen du dir die Haare selbst färben kannst. Viele haben aber Angst vor bösen Überraschungen beim Haare Färben, doch wenn du die folgenden Tipps beachtest, kannst du die gängigsten Fehler vermeiden und dich über ein tolles Farbergebnis wie beim Coiffeur freuen.

1. Wähle zwischen Haarfärbemitteln wie Coloration oder Tönung

Bevor es daran geht, deine Haare zu färben, wählst du zunächst das richtige Produkt für deine Bedürfnisse. Diese Optionen stehen dir zur Verfügung:

  • Tönung: Hier dringt die Farbe nicht tief in die Haarstruktur ein. Grosse Abweichungen von deiner Naturhaarfarbe sind damit nicht möglich. Die Tönung wäscht sich je nach Produkt nach sechs bis acht Haarwäschen aus. Wenn du also eine leichte und insbesondere nicht-permanente Veränderung wünschst, ist die Tönung die richtige Variante.
  • Intensivtönung: Etwas stärker als die Tönung ist die Intensivtönung. Da bei dieser Variante ein chemischer Prozess für die Veränderung von Farbpigmenten sorgt, ist der Farbunterschied deutlicher und die Haltbarkeit länger. Eine Intensivtönung wäscht sich je nach Produkt nach sechs bis acht Wochen aus. Im Handel sind Tönungen als Stufe 1, Intensivtönungen als Stufe 2 gekennzeichnet.
  • Coloration: Die Coloration ist eine dauerhafte Färbung und bietet das höchste Veränderungspotential. Entscheidest du dich für diese Variante, solltest du dir das jedoch gut überlegen, denn diese Produkte sind nicht auswaschbar. Die dauerhafte Färbung ist jedoch die beste Wahl, wenn du graue Haare hast.

2. Die richtige Haarfarbe finden

Willst du deine Haare färben, solltest du dich für einen Farbton entscheiden, der nicht zu weit von deiner eigenen Naturhaarfarbe oder deinem aktuellen Farbton entfernt ist. So vermeidest du einen unerwünschten Grün-, Gelb- oder Orangestich. Besonders grosse Veränderungen, wie der Übergang von dunklen Haaren zu Blond, solltest du in die Hände eines erfahrenen Coiffeurs legen. Auf allen Haarfärbemitteln gibt der Hersteller Beispiele für Ausgangshaarfarbe und das zu erwartende Ergebnis an. Ist deine aktuelle Haarfarbe dort nicht abgebildet, entscheide dich lieber für andere Töne. Bist du ein kühler Farbtyp, solltest du von warmen Farben absehen. Das gleiche gilt umgekehrt für warme Farbtypen genauso.

3. Das Haare Färben richtig vorbereiten

Willst du selbst deine Haare färben, benötigst du folgende Dinge:

  1. Ein Umhang oder ein altes Handtuch, um Haut und Kleidung vor Farbflecken zu schützen.
  2. Handschuhe, die Färbemitteln normalerweise beiliegen.
  3. Ein Färbepinsel kann hilfreich sein, wenn du die Farbe präzise auftragen möchtest. Das ist sinnvoll, wenn du zum Beispiel deine Ansätze färben möchtest
  4. Eine Färbeschale ist zum Anrühren der Farbe hilfreich und nötig, wenn du mit dem Pinsel arbeiten willst. Dies ist jedoch nicht zwingend nötig, da viele Produkte direkt in der Verpackung gemixt werden können. Die Schale sollte keinesfalls aus Metall sein, da es sonst zu unerwünschten chemischen Reaktionen kommen kann.
  5. Vaseline oder eine andere fettige Creme, um dich vor Farbflecken auf der Haut zu schützen.
  6. Eine Uhr, um die Einwirkzeit zu kontrollieren.
  7. Ein grob-gezinkter Kamm aus Kunststoff.
  8. Haarklammern zum Abtrennen der Haare.

4. Haare färben: Erste Schritte

  1. Kämme deine Haare und ziehe einen Mittelscheitel.
  2. Trenne deine Haare in gleichmässige Partien ab, um dir das Haare Färben zu erleichtern. Die Strähnen, die du nicht benötigst, bindest du mit einer Klammer ab.
  3. Trage die Vaseline grosszügig auf Stirn und Schläfen auf.
  4. Erst wenn du alle Vorbereitungen abgeschlossen hast, mischst du die Haarfarbe nach Packungsanleitung, um eine vorzeitige chemische Reaktion zu vermeiden. Ziehe die Handschuhe bereits beim Anmischen an.

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5. Farbe einarbeiten, einwirken lassen, ausspülen

Nun geht es an das eigentliche Färben:

  1. Hast du die Produkte gut vermischt, öffnest du die Kappe und beginnst die Farbe sofort Strähne für Strähne einzuarbeiten. Willst du einen herausgewachsenen Ansatz färben, beginne zunächst nur mit dieser Partie direkt am Kopf und lasse die Längen aus. Achte darauf, jede einzelne Strähne grosszügig zu bedecken und die Farbe gut einzuarbeiten. Zum Schluss kannst du deine Haare mit einem grobgezinkten Kamm durchkämmen.
  2. Beachte die angegebene Einwirkzeit nach Packungsanleitung. Diese solltest du genau einhalten, da es sonst zu unerwünschten Farbveränderungen oder Hautreizungen kommen kann. Das gilt besonders für Blondierungen.
  3. Nach Ablauf der Einwirkzeit die Haare mit etwas warmem Wasser anfeuchten und das Färbemittel gründlich mit den Händen aufschäumen. Behalte dabei zur Sicherheit die Handschuhe zunächst an.
  4. Haare solange gründlich ausspülen, bis das Wasser klar ist.
  5. Beiliegende Haarkur oder Pflegebalsam auftragen und mit dem groben Kamm einarbeiten. Nach ein bis drei Minuten auswaschen.
  6. Verzichte in den ersten Stunden auf Stylingprodukte, um ein langanhaltendes Ergebnis und Farbglanz zu garantieren.

6. Spezialfall graue Haare färben

Da graue Haare keine Farbpigmente enthalten und eine andere Struktur besitzen, nehmen sie die Haarfarbe stärker auf. Sie werden also heller und kräftiger gefärbt als deine natürliche Haarfarbe. Bei einem hohen Grauanteil im Haar ist es daher sinnvoll, mit Strähnchen zu arbeiten. Im Handel gibt es verschiedene Produkte, die speziell für graue Haare entwickelt wurden und einen Farbhelm verhindern sollen.

7. Tipp: Haare färben ohne Chemie

Viele Haarfarben enthielten früher Ammoniak und andere chemisch aggressive Stoffe. Heute gibt es diese Farben zwar noch, aber der Trend geht vermehrt zur natürlichen Coloration, ganz ohne Chemie. Sie strapaziert das Haar nicht so stark und ist inzwischen in vielen Farbvarianten erhältlich. Eine starke Blondierung ohne Chemie ist jedoch kaum möglich.

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