Kurzer Bob – wandlungsfähiger Klassiker mit Star-Qualitäten

Vor hundert Jahren erfunden und heute genauso trendy wie in den Roaring Twenties – gerade erlebt die aparte Frisur ein grosses Comeback. Obwohl, so richtig weg war der Bob eigentlich nie. Ob blond, ob schwarz, ultrakurz und stufig oder in charmanter Länge bis unter das Kinn … Das Geheimnis seines Erfolges liegt vermutlich darin, dass die Haare seiner Trägerin in diesem Look immer umwerfend gut aussehen. Alle wichtigen Fragen zum kurzen Bob klären wir hier.

Wann tauchte der Bob erstmals auf?

Seinen Durchbruch erlebte der Frisuren-Klassiker Anfang der 1920er Jahre. In dieser Zeit etablierte sich ein ganz neuer Frauentyp: modern, mondän und unabhängig. Auch damals schon galt: weg mit den alten Rollenbildern – weg mit den langen, unpraktischen Haaren. Was also passte zu diesem neuen Stil besser als ein unkomplizierter Kurzhaarschnitt?! Die geradezu revolutionäre Frisur wurde als Bubikopf oder Garcon-Schnitt bezeichnet – nach dem französischen Wort garçon für „Junge“. Eine weitere Hochphase erlebte der Bob dann in den 1960er-Jahren. Mit seiner fast geometrisch geschnittenen Linie ergänzte er perfekt die geradlinige Mode der Sixties.

In welcher Länge wird das Haar für einen kurzen Bob geschnitten?

Mal zeigt er sich etwas weicher, dann wieder strenger gehalten. Ursprünglich trug frau ihn mit Pony – heute ist er auch „ohne“ äusserst beliebt. In der klassischen Version werden die Haare für diese Frisur kinnlang geschnitten, wobei die Kante nach vorne hin länger ausläuft. Früher war diese Abstufung nur minimal ausgeprägt, heute fallen die Haare im Bereich des Gesichts oft deutlich länger. Während in vergangener Zeit ein dunkler Bob en vogue war, ist er heute in blond extrem angesagt.

Wer kann diese Frisur am besten tragen?

Eines der Erfolgsrezepte der beliebten Frisur für kurze Haare ist sicher ihre ausgesprochene Vielseitigkeit. Der Bob steht so gut wie jeder Frau. Junge Mädchen sehen damit besonders niedlich aus – ältere damen strahlen gleich viel frischer und jugendlicher. Frauen mit einer runden Gesichtsform sind mit dem Fasson-Schnitt immer gut beraten. Die voluminös nach vorne fallenden Haare verdecken rundlichere Wangen und lassen das Gesicht schmaler wirken. Wenn die Gesichtsform eher kantiger ist oder der Kinnbereich etwas hervortritt, funktioniert der Bob-Schnitt wie ein optischer Weichzeichner.

Welche Variationen des kurzen Bob sind derzeit angesagt?

Der Grundschnitt orientiert sich zumeist an der originalen Länge bis zum Kinn. Dem Zeitgeist entsprechend gibt es natürlich immer auch modische Strömungen. Zum Trend-Thema haben sich in den letzten Jahren Bob-Variationen wie der Shaggy Bob entwickelt. Der wild und zottelig anmutende Bob wird durchgestuft und mit einer fransigen Kontur geschnitten. Doch auch das Gegenteil dieser leicht verwegenen Frisur ist jetzt trendy. Das Ganze nennt sich Blunt Bob – hier werden die Haare exakt in gleicher Länge gehalten. Die Optik wirkt sehr harmonisch und „clean“.

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Schwarz, blond oder brünett – was für ein Look darf es sein?

Blond steht für Reinheit, Frische und hat etwas Zartes, Mädchenhaftes. Viele Frauen lassen sich daher die Haare blond färben oder aufhellen, und das ist keineswegs ein Phänomen unserer heutigen Zeit. Aber nie war es leichter, mit der eigenen Haarfarbe zu spielen und sie zwischendurch einfach mal zu wechseln. Eine hübsche Spielart der Haarfarbe sind Strähnchen – sie sorgen für Abwechslung und Lebhaftigkeit. In der Anfangszeit des Bob-Fiebers stand die schwarze Mähne hoch im Kurs und gab der Modefrisur einen verruchten Touch. Der puristische Blunt Bob sieht in allen Farbnuancen elegant und zeitlos schön aus.

Wie kann ich meine Haare mit einem Bob-Schnitt immer wieder neu stylen?

Strähnchen in kontrastierenden Farbtönen passen perfekt zum fransigen Bob und komplettieren den natürlich-unregelmässigen Look. Aber auch die weichen Wellen des Bobs der 30er Jahre sind wieder stark im Kommen. Zauberhafte Akzente setzen kleine Haaraccessoires wie Strass-Haarklammern oder Perlen-Clips. Auf die Garderobe abgestimmt, lässt sich damit dein persönlicher Look wunderbar ergänzen. Dabei solltest du nicht zu dick auftragen – ein einzelnes, hübsches Accessoire macht sich meistens am allerbesten. Ein völlig neuer Stil lässt sich auch erzielen, wenn du deinen Bob zwischendurch mit einem Glätteisen in Form bringst. Wer einen stufigen Schnitt trägt, kann nach dem Waschen Styling-Schaum im Haar verteilen. Die Haare werden dann leicht geknetet – so getrocknet entsteht ein frecher Wuscheleffekt.

Wie viel Pflege braucht meine Trendfrisur?

Kaum ein Haarschnitt ist so einfach und mit wenig Aufwand zu handhaben wie der kurze „Bubikopf“. Mit ein paar Tropfen Haaröl sieht der geradkantig geschnittene Bob einfach toll aus. Du solltest die Frisur allerdings etwa alle vier Wochen nachschneiden lassen, damit die akkurate Kante erhalten bleibt. Viele Bob-Frisuren sind am Nacken sehr kurz gehalten und teilweise stark angestuft. Auch dieser Look erfordert einen regelmässigen Nachschnitt. Für Volumen und Halt sorgt ein pflegender Styling-Schaum. Einzelne Partien kannst du mit Gel oder Haarwachs kunstvoll akzentuieren. Ein Tipp: Mit Brennnessel-Tee oder einem Schuss Apfelessig im Spülwasser wird das Haar schön glänzend und fühlt sich danach wieder wie neu an!

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